Die neue Partei: „Alternative für Deutschland“


Seit kurzem bekommt nach den Piraten, nun auch eine etwas andere neue Partei Aufmerksamkeit von den Medien. Es handelt sich hierbei um die „Alternative für Deutschland“, welche sich in den Druckmedien, als eurokritisch schimpfen lässt.

Bernd-Lucke-co-founder-of-Germany-s-anti-euro-party-Alternative-fuer-Deutschland-alternative-for-Germany-addresses-the-audience-during-the-first-informal-meeting-of-his-party-in-Oberursel Foto: Reuters

Hier mal ein paar Artikelüberschriften der letzten Woche:

Alternative für Deutschland will Euro abschaffen (Welt)

Enttäuschte CDU-Politiker gründen Wahlalternative (Welt)

Kritiker der Euro-Rettung wollen Partei gründen (focus)

Solche Überschriften in den wohlgemerkt, als konservativ geltenden Zeitungen. Bei anderen Medien, wird die Partei bislang noch wenig thematisiert und der Stern räumt dieser „Anti Euro Partei“ kaum Chancen für die nächste Wahl ein. Was ich für eine Finte halte, denn der Stern gehört ja zu den „liberalen bis linken“ Zeitungen, er muss also seine empörten Leser in die richtige Richtung lenken.

Eigentlich sollte es einen ja immer nachdenklich stimmen, wenn die Presse schon mal über eine Partei berichtet, auch wenn dies in negativer Weise getan wird. Denn die Druckmedien und ihre Internetportale bieten dieser Partei trotzdem ein breites Publikum. Schon bei der Piratenpartei konnte man dies beobachten, eine Partei, die es ohne die Aufmerksamkeit der Medien, mit Sicherheit in kein Landtag, geschweige denn in den Bundestag geschafft hätte. Man kann sich daher sicher sein, dass die Piratenpartei (die ja aus ein paar Pfeifen besteht, die nicht recht wussten was sie eigentlich wollen) so in das Blickfeld der Nichtwähler und Protestwähler gebracht wurde. Wohlgemerkt man wusste, dass diese auf der politischen Bühne, sowieso nichts ausrichten können und somit völlig ungefährlich für die derzeitige Politik sind.

Zu den bekannten Unterstützern der „Wahlalternative“ gehören u.a. Konrad Adam (Journalist, ehemals FAZ und Welt) und Alexander Gauland (ehemals CDU), Beatrix von Storch (geborene Herzogin von Oldenburg)  und Joachim Starbatty (emeritierter Professor für Volkswirtschaftslehre und CDU nah) sowie der als Gründer genannte und als „das Gesicht“ geltende Bernd Lucke (Professor für Makroökonomie). Zu dem weiteren Kreis der neuen Wahlalternative gehören aber auch die Euro-Kritiker und ESM-Kläger Hans-Olaf Henkel, als auch Karl Albrecht Schachtschneider und Dieter Spethmann (Manager und ehemaliger Vorstandschef der Thyssen AG), was einem im Fall der beiden Ersten, wohl positiv stimmen sollte.

Dies sind schon ein ganzer Haufen Professoren und Wirtschaftsabkömmlinge, die sich vor kurzem im beschaulichen Oberursel im Taunus trafen und dort auch ihren Parteizusammenschluß verkündeten.

578105_588077544553106_792103761_n (Foto der Veranstaltung)

Daher ist es äußerst fraglich, inwieweit diese Partei nun wirklich gegen den Euro und die Abzocke des deutschen Steuerzahlers vorgehen wird. Die heilige Dreifaltigkeit – Solidarität, Europa und Frieden – darf ja nicht verletzt werden. Doch dem aufgeweckten Deutschen entgeht natürlich nicht, dass die europäischen Beziehungen unter den Staaten immer weiter leiden und man dies schon fast feindselig nennen könnte, was nur mit der Euro-Zone erklärt werden kann.

Aus dem Vortrag von Herrn Lucke: „Wir haben eine Regierung, die sich nicht an Recht und Gesetz und die Verträge gehalten hat und die einen eklatanten Wortbruch gegenüber der deuschen Bevölkerung begangen hat. Das No-Bail-Out-Prinzip wurden uns versprochen, damit wir dem Euroexeperiment zustimmen, dass wir eben keinesfalls für die Schulden anderen Länder haften müssen. Das ist in einer Nacht mit einem Federstrich von Frau Merkel zunichte gemacht worden, ohne dass ihr die Schamesröte ins Gesicht gestiegen ist! Das war für mich der Zeitpunkt, an dem ich politisch tätig geworden bin.“

So muss wohl jeder für sich selbst entscheiden, ob er seine Stimme an eine neue FDP/CDU vergibt, nur weil die zum Karrierestart in die vollen geht, oder sich vielleicht doch mal, an eine nationale Partei heran traut. Für mich scheint es momentan eine Alternative zu sein, jedenfalls eine bessere, als die genannten großen Brüder CDU und FDP, auf lange Sicht denke ich aber, will diese Partei nur etwas vom Kuchen abhaben.

Einer interessanten Frage die während der Konferenz fiel, möchte ich hier noch Platz bieten, um dieses Bild abzurunden:

Fragerin: Ich bin Britin. Wie fest steht denn diese Bezeichnung „Alternative für Deutschland“. Ich habe oft gehört, das ist rechtslastig, das ist nationalistisch. Ich möchte 2 Vorschläge machen: „Alternative für Europa“ oder „Alternative für eine bessere Zukunft“. Ist der Name noch änderbar?
Konrad Adam: Wir stehen am Anfang, es kann sich nochmal was ändern, aber wir leben eben in Deutschland (heftiger Applaus!), aber es soll auch eine Alternative für Europa sein. Denn wir wollen nicht, dass die Italiener auf 30 % Gehalt verzichten und die griechischen Kinder in Mülltonnen nach Essen suchen müssen.

Zum Abschluß noch ein Video, welches die aktuellen Probleme der Menschheit thematisiert. Ich füge es hier ein, da an einer Stelle davor gewarnt wird, dass man um die Bevölkerung an der Nase herumzuführen, charismatische Persönlichkeiten einsetzen wird um eine „neue Politik“ zu begründen, während man Scheinurteile gegen die ehemaligen uns als Verbrecher dargestellten Politiker fällen wird, um uns letztendlich wieder zufrieden zu stimmen (war dies vielleicht schon ein Test in Island und mit Grillo ein Vorgeschmack in Italien?).

Hierzu auch noch ein Interview mit Georg Schramm, der vielleicht bald unser Grillo werden wird, oder aber ein wirkliches Interesse an den Themen hat.

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Eine Antwort zu “Die neue Partei: „Alternative für Deutschland“

  1. Pingback: Neues über die “Alternative für Deutschland” | dermedienspiegel·

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