Zypern, Russland und die Krise


Seit heute ist klar, Anleger und Sparer müssen für die Misswirtschaft der zyprischen Banken aufkommen, die Welt berichtet, dass Großanleger bis zu 90% verlieren werden.

DWO-Zypern-Bankenverlust

Die Troika hält die Fäden in der Hand, die Finanzminister entschieden, dass Einlagen der Bank of Cyprus oberhalb von 100.000 Euro eingefroren werden und die zweite Großbank des Landes, das Geldhaus Laiki, hingegen umgehend geschlossen wird. Marc Hellingrath (Bankenexperte bei der Fondsgesellschaft Union) schätzt, „unter dem Strich dürften die betroffenen Kunden 80 bis 90 Prozent ihrer Einlagen verlieren“.

Doch wer verliert bei diesem Spiel, warum ließ man es in Zypern soweit kommen, obwohl die Probleme schon seit Mitte 2012 bekannt sind? Unter anderem berichtete die Morgenpost, dass Brandenburg Gelder aus dem Pensionsfonds für Beamte unter anderem in Staatsanleihen aus Zypern investiert hat. Das hohe Ausfallrisiko für die angelegten Millionen trägt der Steuerzahler in Brandenburg. Dies ist nun eine schlechte Neuigkeit für die Bürger in Brandenburg, interessant ist dabei auch, dass Bayern und Hessen momentan unbegingt aus dem Länderfinanzausgleich wollen, wer weiß inwieweit noch weitere mitteldeutsche Bundesstaaten betroffen sind.

Viel wichtiger ist aber Russland, der Kreml selber wollte die zyprischen Banken nicht retten, jedenfalls bis eben. Wie die „faz“ berichtet, sagte Ministerpräsident Medwedjew vergangene Woche, dass schließlich auch russische Unternehmen mit staatlicher Beteiligung und sogar „staatliche Strukturen“ Geschäfte in und über die Steueroase Zypern nachgingen, wodurch jede Regelung zwischen der EU und Zypern zur Lösung der Finanzkrise für Russland eine besondere Bedeutung erlange – auch, weil die Konten wegen geschlossener Banken nicht zur Abwicklung dringender Geschäftsoperationen genutzt werden könnten. Bereits Tage zuvor hatte Medwedjew eine alte kommunistische Losung zitiert, als er sagte, die nun für Zypern gefundene Lösung laufe darauf hinaus, dass dort die „Expropriateure expropriiert“ (Enteignung der Enteigner) würden. Welche Auswirkung die neue Regelung auf das internationale Finanzsystem habe, müsse erst noch untersucht werden. Für die russische Führung sei jetzt „erzwichtig“, dass alle, die Geld aus Russlands Wirtschaft abgezogen hätten, nicht nur eine „angemessene Beurteilung durch den Staat“ erfahren müssten, sondern vor allem, dass sie dieses Geld wieder dahin zurück transferierten, wo es hingehöre, nach Russland nämlich.

Es gibt allerdings auch Menschen die dieses Praxis bei Zypern, als Schlag gegen Russland werten, es ist nicht nur der Staat zu Schaden gekommen, nein grade einflußreiche Oligarchen fanden in Zypern die Heimat für ihr Geld und dies sind nun die Großanleger, welche wirklich betroffen sind, von diesem Streich der EU. Es bleibt abzuwarten, ob Russland diesen „Streich“ tatsächlich so locker hinnimmt. Schon in Griechenland lagen russische Interessen, da beide Länder der orthodoxen Kirche folgen und somit eine überregionale Verbindung haben. Auch hier wieder ein Konflikt, da Griechenland bekanntermaßen, genauso wie Zypern auf Rohstoffvorkommen sitzt und die Türkei (NATO und US Stützpunkte) hier ebenfalls Interesse hat. Seit geraumer Zeit gibt es schon Zwist wegen der Grenzziehungen, grade um den rohstoffreichen Ägäis.

Ölfelder Griechenlands

Ein Freund und ehemaliger Finanzexperte, den ich vorhin traf, meinte dass die EU nun möglicherweise aufgeteilt werden könnte, also dass ein alter Plan in Kraft tritt, der besagt, dass die Russen wieder in Europa einmaschieren, um den amerikanischen Einfluß, der durch die BRD Vasallen in Europa gesteuert wird, zu unterbinden. Dies würde auch erklären warum einige „Gruppierungen“ momentan auf diesem „Russland Trip“ sind und diese schon als Befreier feiern, während amerikanische Organisationen ihre ehemaligen Gladioeinheiten wieder auf die Pirsch schicken, um Mitglieder zu werben. Auf unserem Boden wird möglicherweise der nächste Krieg ausgefochten, so wie es schon im „Kalten Krieg“ geplant war. Ich nenn nun mal keine Namen um diese Gruppen einzuordnen, aber es läuft schon seit langem eine Propaganda Maschinerie an, nur dass diese keine reale deutsche ist, sondern eine US und eine russische Aktion, jede zu ihrem bestimmten Zweck.

Wer noch nicht gemerkt hat, wie die Einschläge näher kommen und vor allem, wie man derzeit ein Bild des reichen und rassistischen Deutschen in der europäischen Gemeinschaft zeichnet, von der aktuellen Lage der politischen Stabilität, könnte man noch nicht exakt sagen, welcher Plan greift. Ich möchte Sie nur warnen, dass es sich schneller in Europa zuspitzen kann, als es ihnen lieb ist. Machen Sie sich vor allem klar, dass es nicht unbedeutend ist, wenn Russland in die europäische Politik eingreift und Zypern rettet. Damit wäre Zypern faktisch unter anderem Einflußgebiet und nicht mehr tragbar.

 

Quellen:

http://www.faz.net/aktuell/politik/europaeische-union/russland-und-zypern-trost-in-einer-alten-kommunistischen-losung-12128000.html

http://www.welt.de/wirtschaft/article114760715/Grossanleger-verlieren-auf-Zypern-bis-zu-90-Prozent.html

 

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