Aldis „rassistische“ T-Shirts


In Sydney (Australien) sorgte ein „deutsches“ Unternehmen für einen Rassismus Eklat.

Aldi und ein weiterer Einzelhändler haben in Australien den Verkauf von T-Shirts gestoppt, die vermeintlich Aborigines diskriminieren. Die anlässlich des Nationalfeiertags am 26. Januar gedruckten T-Shirts gaben als Gründungsdatum des Landes 1788 an – das Jahr, in dem die ersten europäischen Siedler eintrafen. Das hatte auf sozialen Netzwerken wie Twitter einen Sturm der Empörung ausgelöst.

Großbritannien hatte den Kontinent erstmals 1770 als sein Eigentum beansprucht. Für viele der Ureinwohner ist der Beginn der europäischen Besiedlung, der Beginn des Niederganges ihrer Jahrtausende alten Kultur.

Auf den umstrittenen T-Shirts war der Schriftzug „Australien, gegründet 1788“ sowie das Kreuz des Südens gedruckt. Das Sternbild, das sich auch in der Landesflagge wiederfindet, diente Seefahrern auf dem Weg nach Australien zur Orientierung.

Logischerweise könnte hier mal wieder eine Kampagne der Konzerne vorliegen, um für mehr „Willkommenskultur“ zu sorgen:

Nareen Young, Chefin des Diversity Council of Australia, die die Regierung zum Thema Vielfalt am Arbeitsplatz berät, erklärte, die Jahreszahl 1788 sei zum Symbol rechter Gruppierungen in Australien geworden. „Aldi hat vielleicht nicht gewusst, worauf sie sich da einlassen“, sagte Young. „Es sind extremistische Randgruppen, die immer wieder betonen, dass Australien 1788 gegründet wurde. Es ist bekanntermaßen ein sensibles Thema.“

Tim Bartram, Wirtschaftsprofessor an der La Trobe Universität in Melbourne, hält die T-Shirts ebenfalls für anstößig. „Australien ist seit Jahrtausenden besiedelt“, sagte er. „Ich war schockiert, dass jemand so etwas auf ein T-Shirt druckt.“

Die öffentliche Bedeutung des Australia Day wandelt sich seit einigen Jahren. Verbreitet wird er mittlerweile als Tag der Integration und der Anerkennung von Ansprüchen der Aborigines nach Eigenständigkeit und Landrechten verstanden. 2008 entschuldigte sich der damalige Premierminister Kevin Rudd bei der Urbevölkerung für die Entführung von Kindern, die bei weißen Familien aufgezogen wurden – die so genannte „gestohlene Generation“. Die Erklärung von Rudd war ein wichtiger Teil des Aussöhnungsprozesses, der nicht immer störungsfrei verlief.

Quelle:

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Man kann es sehen wie man mag.

Natürlich stellt der Aufdruck eine Beleidigung der Aborigines dar, doch könnte man auch sagen, dass das Gründungsdatum der britischen Kolonie gemeint war. Ebenso könnte man dann auch bei der USA klopfen und ihr „Gründungsdatum“ als rassistisch bezeichnen.

Nur so ein Gedanke …

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