Ukraine – im Bann der Weltmächte


Die Ukraine befindet sich schon seit längerem im „Ausnahmezustand“, doch seit gestern Abend erreichte dieser seinen vorläufigen Höhepunkt – denn die ersten Menschen mussten ihr Leben lassen.

In der Hauptstadt Kiew wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft drei Menschen getötet, davon starben zwei durch Schussverletzungen. Die Gegner von Präsident Viktor Janukowitsch erklärten, Scharfschützen der Polizei hätten einen Demonstranten erschossen. Ein anderer soll bei Krawallen vor einem Fussball-Stadion in den Tod gestürzt sein. Ministerpräsident Mikola Asarow machte am Mittwoch die auf dem zentralen Maidan-Platz versammelten Regierungsgegner für die zunehmende Gewalt verantwortlich: „Terroristen vom Maidan haben Dutzende Menschen umzingelt und geschlagen. Ich stelle offiziell fest, dass es sich um Kriminelle handelt, die sich für ihre Taten werden verantworten müssen.“

Meine Meinung zu dem Thema ist, dass die Ukraine sich momentan im Bann der Weltmächte befindet. Auf der einen Seite steht die EU, die ihren Wirkungskreis oder Herrschaftskreis vergrößern will und mit ihr (als Sponsor und Logistiker) die VSA – auf der anderen Seite steht Russland, die ihren Einfluß in diesem Staat weiter ausdehnen möchte. Um überhaupt mal eine Idee von den verschiedenen Lagern zu bekommen, hier ein Auszug aus Wikipedia, der die Sprachenfrage behandelt und etwas aufschluss über die Parteien gibt:

Die „Sprachenfrage“ ist in der ukrainischen Politik ein ständiges Streitthema. Die nach Russland orientierte Partei der Regionen sowie die kommunistische Partei treten für die völlige Gleichberechtigung des Russischen als zweite Amtssprache ein. Die „orangen“, westlich orientierten Parteien rund um den ehemaligen Präsidenten Juschtschenko und Julija Tymoschenko sowie nationalistische Parteien lehnen dies jedoch ab.

Unter Wiktor Juschtschenko wurde eine aktive Ukrainisierungs-Politik betrieben, so wurde etwa das Russische in Schulen, Universitäten und im Alltag stark zurückgedrängt und zahlreiche Maßnahmen eingeführt, die den Gebrauch der ukrainischen Sprache fördern sollten. Der 2010 gewählte Präsident Janukowytsch hob jedoch zahlreiche dieser Maßnahmen wieder auf, wogegen die Opposition um Julija Tymoschenko vehement protestierte.

Janukowytsch äußerte sich aber zunächst auch gegen die Einführung des Russischen als zweite Staatssprache, da die Verhältnisse im Parlament die notwendige Änderung der ukrainischen Verfassung, für die eine Zweidrittelmehrheit erforderlich ist, bislang unmöglich machen. Zudem fürchtete Janukowytsch Proteste aus dem nationalistischen Lager.[20] Im Frühjahr 2012 griff seine Partei der Regionen die Sprachenfrage jedoch wieder auf. Trotz heftiger, zum Teil handgreiflicher Proteste der Opposition im Parlament, wurde ein Gesetz verabschiedet, wonach in einer Region, in der mindestens zehn Prozent der Bevölkerung eine andere Muttersprache haben, diese den Status einer regionalen offiziellen Sprache bekommt

Es sollte also klar sein, dass der amtierende Präsident der Ukraine mindestens genauso schädlich für Weißrussland ist, wie die orangene Bewegung und dabei sollte man bedenken, dass die orangene Bewegung die pro EU/USA Partei in diesem Konflikt ist. Ich meine schaut euch die BRD-Dummdeutschen an, im Saarland wird französisch als zweite Amtssprache eingeführt und es interessiert niemanden. Stellt euch vor, bald gibt es türkisch oder arabisch als 2. Amtsprache, da diese mehr als 10% in den deutschen Hauptstädten ausmachen. Das wird uns bald erwarten und kein Deutscher wird auf die Straße gehen …

Wie ich hörte sind bei den Angriffen auf den Präsidenten-Palast auch viele nationale Kräfte dabei, denn ich möchte nachfolgendes Video nicht unkommentiert lassen. Es sollte völlig klar sein, dass die Nationalisten ihr Recht in der Ukraine durchsetzen sollen und wenn sie an vorderster Front in den Palast eindringen wollen, dann kann ich nur sagen Hut ab. So holt man sich sein Land wieder – im Sinne des nationalen Gedankens, ist dies ein Beispielvideo:

p.s.

Hier sollte man genau unterscheiden und zwar zwischen EU/USA finanzierten Provokateuren und entschlossenen Nationalisten. Vielleicht will man uns ja diesesmal auch nur auf den Holzweg bringen. Wie gesagt, ich trage die Entscheidung der nationalen Kräfte innerhalb der Ukraine.

Hier noch ein wichtiger Streitpunkt:

KIEW, 15. April (RIA Novosti). Dank den Öl- und Gasreserven auf dem Schelf des Schwarzen Meeres wird sich die Ukraine in absehbarer Zeit aus der Abhängigkeit von Energieimporten lösen.

Das sagte Gene Van Dyke, Vorstandsvorsitzender des amerikanischen Unternehmens Vanco International, das die Öl- und Gasreserven des Schwarzen Meeres erkundet. „Es gibt Chancen, dass die Ukraine kurzfristig in Bezug auf die Energieträger unabhängig wird“, sagte er am Dienstag in Kiew.

Van Dyke zufolge sind auf dem ukrainischen Festlandssockel im Schwarzen Meer bereits rund vier Milliarden Barrel (530 Tonnen) Erdöl nachgewiesen worden. In den nächsten drei Jahren wolle Vanco International zusätzlich etwa 3 000 Quadratkilometer untersuchen.

Gegenwärtig deckt die Ukraine ihren Öl- und Gasbedarf hauptsächlich durch Importe. In diesem Jahr sollen landesweit 75 Milliarden Kubikmeter Erdgas verbraucht werden, von denen 55 Milliarden Kubikmeter aus dem Ausland importiert werden sollen. Der Jahresverbrauch von Erdöl beträgt 20 Millionen Tonnen, die Eigenproduktion nur 4,5 Millionen Tonnen.

Vanco International schloss am 19. Oktober 2007 mit der ukrainischen Regierung einen Vertrag über die Ausbeutung der Vorkommen auf dem ukrainischen Festlandssockel im Schwarzen Meer. Der Vertrag ist auf 30 Jahre angelegt. In der ersten Etappe ist das amerikanische Unternehmen mit 65 Prozent am Projekt beteiligt. Die restlichen 35 Prozent sind im Besitz der ukrainischen Regierung. Sobald die Förderarbeiten den vorgesehenen Vollumfang erreichen, werden sich die Ukraine und Vanco International zu jeweils 50 Prozent am Projekt beteiligen.

Quelle

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