Hooligans gegen Salafisten – Frankfurt am Main


Für den gestrigen Tag, also den 11.10.2014, war eine Demo in Frankfurt am Main angemeldet, die sich gegen „Salafisten“ richtete.

Eine neue Gruppierung ist entstanden, die sich selbst „HoGeSa“ nennt. Was soviel wie – Hooligans gegen Salafisten – heißt. In Dortmund gab es vor einiger Zeit schon ein ähnliches Unternehmen, welches wohl besser organisiert war.

Reden, rülpsen, Bier trinken: Hooligans in Dortmund

Über 300 HoGeSa Demo-Teilnehmer in Dortmund. Bild vom Spiegel

Ich war gestern auch in Frankfurt, um mir ein Bild von Organisatoren und Teilnehmern zu machen und nun im Anschluß habe ich natürlich auch ein reges Interesse daran, potenzielle Medien-Lügen über diese Demonstration zu entkräften.

Als ich ankam bot sich mir erstmal ein fast schon vermutetes Bild – vor dem Frankfurter Hauptbahnhof, befanden sich mehr Polizeibeamte als „Hooligans“. Als hätte man die Stasi mit modernen Hilfstmitteln ausgestattet, liefen Polizeibeamte mit Videokameras durch die Gegend und filmten alles, was potenziell nach „rechts“ aussah.

Aufzeichnen

„Verdächtige“ Beamte. Einer mit Glatze, einer mit kahlrasierten Seiten und ich glaube, ich entdecke da einen Seitenscheitel – das geht gar nicht! Bild von der fr.

Mir fielen dann ein Kamerateam und einige Fotografen ins Auge und so stellte ich mich in hörweite parat. Ich bekam dann mit, wie einer sagte, „ne das wird nichts mehr, die stehen hier ja nur rum“. Sowas ähnliches dachte ich auch, denn Treffpunkt war um 14 Uhr (es war aber schon 14:20 Uhr) und es waren vielleicht 40 Leute versammelt. Man kann also vermuten, dass die Presse es sich gewünscht hätte, es wären dort 100 Hooligans aufgetaucht, die den ganzen Frankfurter Hauptbahnhof – vor laufender Kamera – auseinander genommen hätten.

Jedenfalls marschierten dann, etwas mehr als 50 von ihnen, um 15 Uhr und unter lauten „Wir wollen keine, Salafisten Schweine“, Rufen los.

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Eure Gesichter sind zwar eh in der FR, aber ich bin mal so frei. Bild von der FR.

Die FR schreibt über den Mann im grauen Pulli, der wohl als Organisator und Redner fungierte:

Der Polizei ist der Mann aus Mannheim als „NPD-nah“ bekannt. Für die Demonstration hatte er im Namen einer Gruppe aus Mannheim über Facebook mobilisiert.

„Wir wollen in Deutschland gegen Salafismus kämpfen“, sagt der Anmelder beim Auftakt. „Wir werden sie jagen und dorthin zurückschicken, wo sie hingehören.“ Auch dem bekannten salafistischen Prediger Pierre Vogel und der Antifa droht der Mann, der bei der Demonstration als einziger Redner auftritt.

Ich habe zwar ziemlichen Respekt vor Leuten, die sich in der Öffentlichkeit als Führungspersönlichkeiten, im verschriehenen „rechten“ Spektrum outen. Allerdings erschien mir der Herr im „Schlabberlook“, nicht ganz geeignet zu sein, eine Gruppe von respekteinflößenden „Hooligans“ zu leiten. Das war dann wohl auch der Grund, warum die Beteiligung der eher „hippen“ Frankfurter Hools, sehr mager ausfiel.

fr:

Einige der Teilnehmer, wenige Frauen sind auch darunter, tragen Fanutensilien von Dynamo Dresden, FC Basel oder dem Regionalligisten Waldhof Mannheim, auch Eintracht-Embleme sind zu sehen. „Von den bekannten Frankfurtern sind aber keine dabei“, sagt ein szenekundiger Beamter der FR am Rande des Aufzugs.

Mich würde auch mal interessieren, was die Frankfurter Rundschau, unter „NPD-nah“ versteht? Aber da sie diesen Ausdruck schon selbständig in Anführungszeichen gesetzt haben, wollen sie wohl nur Stempel aufdrücken. Leere Phrasen.

Ein „ab nach Hause, ihr Kanacken„, habe ich im übrigen nicht vernommen und es waren auch ausländische Hools anwesend – von daher wären solche Aussagen eher kontraproduktiv.

Alles in einem, war der Auftakt in Frankfurt jedenfalls eher enttäuschend. Die Organisation mit den Frankfurtern, hat scheinbar überhaupt nicht stattgefunden (wobei die Eintracht auch eher traditionell „linke“ Fans beheimatet), denn eigentlich ist die Frankfurter Ultra und „Hooligan“ Szene sehr groß. Es wäre auch wichtig gewesen, den IS zu erwähnen, mit dem Hintergrund in Kobane, wo mal wieder ein Völkermord stattfindet. Das was da abging war einfach zu stumpf. Jemand der für den nationalen Widerstand kämpft, muss doch die Chance erkennen, die ein kurdischer Staat bringt. In Deutschland leben rund 1.8 millionen Kurden, von denen die Meisten von euch wohl noch dachten, es seien Türken. Ein kurdischer Staat würde uns entlasten, ein Vökermord an ihnen, wird uns nur noch mehr von Leid geplagte Menschen bringen.

Doch das ist halt der Unterschied, zwischen linken Nationalisten und Leuten, die sich für „rechts“ halten und „rechts“ gut finden. (hier eine kleine Anleitung zu dem Thema)

Mein Fazit:

Es sind halt kaum noch gute Leute da, die für Deutschland auf die Straße gehen. Für HoGeSa wünsche ich mir, dass sie einen nationalen, aber keinen rassistischen Kurs fahren.

p.s. Es waren weitaus mehr Hooligans vor Ort, als bei der Demo mitmarschierten. Man traf immer wieder auf Gruppen, von bis zu 10 Personen, die sich außerhalb der Demonstration bewegten und wahrscheinlich auf der Suche nach Salafisten waren, die allerdings nicht da waren. Es gab wie die Frankfurter Rundschau bereits bemerkte, keinerlei Gegendemos und außer dem Mekkashopbetreiber (der angeblich Salafist ist) auch keine nennenswerten Salafisten.

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Eine Antwort zu “Hooligans gegen Salafisten – Frankfurt am Main

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